
Die Werkstatt für Behinderte hat die gesetzliche Aufgabe, behinderte Menschen in das Arbeitsleben und zugleich in das Leben in der Gemeinschaft einzugliedern. Sie ist damit nicht nur eine Stätte der beruflichen, sondern auch der sozialen Rehabilitation.
Die Werkstatt ist für die behinderten Beschäftigten mehr als "nur" eine Arbeitsstelle.
Sie ist Ort der Kommunikation, der sozialen Kontakte - ein Ort
- der Begegnungen mit Freunden,
- der Integration,
- ein Stück Heimat und Geborgenheit.
Letztgenanntes ist besonders wichtig, wenn mann bedenkt, dass die meisten unserer Beschäftigten einen Dauerarbeitsplatz in der Werkstatt haben.

Darüber hinaus wird durch begleitende Maßnahmen und Arbeitsgemeinschaften die Entwicklung der gesamten Persönlichkeit gefördert. Das Angebot reicht von Sport, Handarbeiten, Kochen, Tanzen oder Musizieren bis hin zu Übungen im lebenspraktischen Bereich.
Als Hilfen für eine sinnvolle Freizeitgestaltung werden unter anderem Ferienmaßnahmen, Feiern und Feste sowie weitere Veranstaltungen angeboten.
Die Werkstatt für behinderte Menschen ist eine Einrichtung zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben und zur Eingliederung in das Arbeitsleben. Sie steht behinderten Menschen offen, die wegen Art oder Schwere ihrer Behinderung nicht, noch nicht oder nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können. Sie ist eine Institution der beruflichen und sozialen Rehabilitation für geistig, körperlich, seelisch und mehrfachbehinderte Menschen.
In unseren Werkstätten bieten wir:
- soziale Sicherheit für alle beschäftigten Behinderten
- kompetentes und geschultes Fachpersonal
- Beratung von Behinderten, Angehörigen und Sorgeberechtigten
- eine planmäßige Förderung im Berufsbildungsbereich
- geeignete und vielfältige Arbeitsplätze mit unterschiedlich hohen Anforderungen im Arbeitsbereich
- Maßnahmen zur Förderung der Gesamtpersönlichkeit
- Hilfe und Anregung zur sinnvollen Freizeitgestaltung
- Mitwirken für Beschäftigte und Angehörige an wichtigen Werkstattangelegenheiten
- eine breite Palette an Dienstleistungen und Lohnarbeitsangeboten für Industrie, Handwerk und Handel
Werkstatt für wen?
Menschen mit Behinderung, die in unsere Einrichtungen kommen, müssen folgende Voraussetzungen für die Aufnahme erfüllen:
- Zugehörigkeit zum Personenkreis nach § 39 Bundessozialhilfegesetz
- Frei von erheblicher Selbst- und Fremdgefährdung
- Das Maß an Betreuung und Pflege muss nach Durchlaufen des Berufsbildungsbereiches ein Mindestmaß wirtschaftlich verwertbarer Arbeit zulassen.
Behinderte, die nicht die Voraussetzungen für eine Beschäftigung in der Werkstatt erfüllen, werden in Gruppen betreut und gefördert, die in der Werkstatt angegliedert sind.
Der Weg in die Werkstatt
Wenn die Voraussetzungen für den Werkstattbesuch vorliegen, wird die Aufnahme durch das Zusammenwirken von Werkstatt, Arbeitsamt, Schulen und/oder anderen Institutionen vorbereitet. Der Sozialdienst der Werkstatt berät die Behinderten und ggf. Angehörige/Betreuer in allen Fragen des Aufnahmeverfahrens.
Über die Aufnahme entscheidet das Gremium, das sich aus Vertetern der Werkstatt, der Arbeitsverwaltung, der Sozialträger und evtl. anderer Rehabilitationsträger zusammensetzt. Die Aufnahme erfolgt, wenn die Zusage auf Kostenübernahme durch den zuständigen Rehabilitationsträger gegeben wird.
Erste Erfahrungen sammeln die "Neuen" in der Regel im Berufsbildungsbereich der Werkstatt.
Das besondere ist Normalität
In der Betriebsstätte "STABAK-Industrieservice" werden dem Personenkreis der seelisch behinderten Menschen Arbeitsplätze angeboten. Ganz bewusst wird hier Wert darauf gelegt, das Umfeld so zu gestalten, dass es dem allgemeinen Arbeitsmarkt weitestgehend gleicht.
Der Berufsbildungsbereich
Ziel der Arbeit im Trainingsbereich ist es, den neu in der Werkstatt aufgenommenen Behinderten durch planmäßige Förderung auf eine geeignete Tätigkeit in der Werkstatt oder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vorzubereiten. Die geschieht unter besonderer Berücksichtigung seiner individuellen Fähigkeiten und Neigungen. Das Trainingsangebot unserer Werkstätten umfasst folgende Bereiche:
- Metall- und Holzverarbeitung
- verschiedene Montagearbeiten
- Hauswirtschaft und Textilverarbeitung
Die Angebote sind nach den Schwerpunkten der Werkstätten unterschiedlich ausgelegt.
Intensiv
Besonders intensiv widmen wir uns Personen mit besonderem Betreuungsbedarf. Das trifft z. B. auf schwerstmehrfachbehinderte Menschen oder ältere Beschäftigte zu. In eigens eingerichteten Bereichen erhalten sie besonders intensive und noch persönlichere Förderung und Betreuung.
Mit Kompetenz
Entsprechend der jeweiligen Bedürfnisse der Behinderten verfügt die Werkstatt für behinderte Menschen über qualifiziertes Fachpersonal.
In den einzelnen Bereichen sind die Fachkräfte zur Arbeits- und Berufsförderung (FAB). In der Regel sind dies Facharbeiter, Gesellen, Meister oder Techniker mit einer sonderpädagogischen Zusatzausbildung. Die Werkstatt verfügt außerdem über weitere pädagogische und pflegerische Fachkräfte.
Unter anderem zur Beratung der Behinderten und ihrer Angehörigen verfügt die Werkstatt über einen Sozialdienst.
In enger Zusammenarbeit mit dem Fachpersonal erfolgen die Eingliederungsbemühungen. Diese Hilfen erstrecken sich unter anderem auf die Gebiete der pädagogischen, wirtschaftlichen und gesundheitlichen Fürsorge.
Ärztliche, psychologische und therapeutische Fachkräfte stehen zur Verfügung, um diese Bemühungen sinnvoll zu unterstützen und zu begleiten.







